Unsere Süßungsmittel im Überblick – Unterschiede, Anwendung und welche Variante wirklich passt

Unsere Süßungsmittel im Überblick – Unterschiede, Anwendung und welche Variante wirklich passt

Unterschiede, Anwendung und welche Variante wirklich für dich passt

Warum spielt der Blutzucker eine Rolle?

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit Themen wie Insulinresistenz oder Prädiabetes. Dabei reagiert der Körper weniger empfindlich auf das Hormon Insulin, das den Blutzucker reguliert.
Ein dauerhaft hoher Zuckerkonsum kann zu starken Blutzuckerschwankungen führen. Viele Menschen entscheiden sich deshalb bewusst für blutzuckerfreundliche Alternativen.
Süßstoffe und bestimmte Zuckerersatzstoffe können dabei helfen, Zucker zu reduzieren, ohne auf süßen Geschmack zu verzichten.
Wenn du Zucker reduzieren oder ersetzen möchtest, stellst du dir schnell die Frage:

Welcher Süßstoff ist der richtige?

Nicht jeder Zuckerersatz eignet sich für jedes Rezept. Manche sind ideal zum Backen, andere besser für Tee oder Schokolade.
Damit du den Überblick behältst, zeigen wir dir hier die Unterschiede unserer verschiedenen Süßungsmittel – verständlich erklärt und mit Empfehlungen für die Anwendung.

Was bedeutet „Süßkraft“?

Die Süßkraft beschreibt, wie süß ein Produkt im Vergleich zu Zucker ist.
• 1x = genauso süß wie Zucker
• 2x = doppelt so süß wie Zucker
• 10x = zehnmal so süß wie Zucker
• 0,7x = weniger süß als Zucker
Die Süßkraft bestimmt die Dosierung – und damit auch die tatsächlichen Kosten beim Süßen.

Unsere Süßungsmittel im Überblick

AnwendungProduktSüßkraft
Backen, Kochen, Desserts, GetränkeLow-Carb Süße Kristallin10x
Schokolade, Aufstriche, FettbasisLow-Carb Süße Puder10x
Rezepte mit VolumenbedarfErythritol 0.7x
Dekorieren, BestäubenErythritol Puder0.7x
KräuterteeErythrit + Stevia1x
KräuterteeErythrit + Stevia2x
Marmelade & Gelee herstellenGelierfix 1.1x
Marmelade & Gelee herstellenGelierfix 50 % weniger süß0.6x
Karamellgeschmack + Topping für Desserts & GebäckKaramelltraum1x
Vanillearoma für Gebäck & DessertsVanilletraum0.7x

Low-Carb Süße Kristallin – der Allrounder

Süßkraft: 10x
Zutaten: Erythritol, Süßstoffe Natriumcyclamat und Natriumsaccharin
Packung: 500 g für 15,99 €
Menge für 1 kg Zuckerersatz: 100 g (3,20 €)

Verwendung

Der Allrounder für alle heißen und kalten Speisen, in denen Flüssigkeit vorhanden ist:
• Backen
• Kochen
• Desserts
• Getränke
Wichtig: Die kristalline Form benötigt eine geringe Menge Flüssigkeit, damit sich die Kristalle auflösen können.

Geschmack

Besonders zuckernahe Süße ohne Beigeschmack (bei korrekter Dosierung).
👉 Ideal für alle, die möglichst nah am gewohnten Zuckergeschmack bleiben möchten – unser Bestseller.

Low-Carb Süße Puder – perfekt für Fettbasis & Schokolade

Süßkraft: 10x
Zutaten: Erythritol, Süßstoffe Natriumcyclamat und Natriumsaccharin
Packung: 500 g für 16,99 €
Menge für 1 kg Zuckerersatz: 100 g (3,40 €)

Verwendung

Besonders gut geeignet für:
• Low-Carb Schokolade
• Aufstriche auf Fettbasis
Die puderförmige Variante verteilt sich fein und gleichmäßig – auch dort, wo sich Erythrit nicht lösen kann.
Sie eignet sich außerdem für alle Anwendungsbereiche der kristallinen Variante.

Geschmack

Besonders zuckernahe Süße ohne Beigeschmack (bei korrekter Dosierung).
Ideal, wenn du mit Fett arbeitest oder eine besonders feine Textur brauchst.
👉Wichtig zu wissen:
Süßkraft und Geschmack sind bei Low-Carb Süße Kristallin und Low-Carb Süße Puder identisch. Die beiden unterscheiden sich lediglich in der Textur/Körnung.

Erythritol – für Volumen im Rezept

Süßkraft: 0,7x
Zutaten: 100 % Erythritol
Packung: 1000 g für 9,99 €
Menge für 1 kg Zuckerersatz: 1428 g (14,27 €)

Verwendung

Für spezielle Rezepte, in denen das Volumen von Zucker benötigt wird.
Empfehlung: Kombination mit Low-Carb Süße zur Reduktion der Einsatzmenge.

Geschmack

Erythrit-typisch:
In niedriger Dosierung neutral und angenehm,
in hoher Dosierung kühlend-scharf.
👉 Sinnvoll, wenn du Struktur und Masse im Teig brauchst.

Erythritol Puder – zum Bestäuben & Dekorieren

Süßkraft: 0,7x
Zutaten: 100 % Erythritol
Packung: 500 g für 10,99 €
Menge für 1 kg Zuckerersatz: 1429 g (31,41 €)

Verwendung

Zum Bestäuben und Dekorieren von Gebäck.

Geschmack

Erythrit-typisch:
In niedriger Dosierung neutral und angenehm,
in hoher Dosierung kühlend-scharf.
👉 Ideal für Puderzucker-Effekte ohne Zucker.

Erythrit + Stevia – harmonisch für Kräutertees

Süßkraft: 1x
Zutaten: Erythritol, Steviolglykoside
Packung: 1000 g für 14,99 €
Menge für 1 kg Zuckerersatz: 1000 g (14,99 €)

Verwendung

Zum Süßen von Kräutertees.

Geschmack

Durch die Kombination mit Stevia wird der kühlend-scharfe Erythrit-Geschmack stark reduziert.
Die Stevia-Note ist sehr dezent.
👉 Für alle, die eine ausgewogene Süße im Tee bevorzugen.

Erythrit + Stevia PLUS – doppelte Süßkraft

Süßkraft: 2x
Zutaten: Erythritol, Steviolglykoside
Packung: 1000 g für 17,99 €
Menge für 1 kg Zuckerersatz: 500 g (9,00 €)

Verwendung

Zum Süßen von Kräutertees.

Geschmack

Durch die Kombination mit Stevia und die doppelte Süßkraft wird der kühlend-scharfe Erythrit-Geschmack vollständig eliminiert.
Die Stevia-Note ist dezent, aber stärker als bei der Variante mit 1-facher Süßkraft.
👉 Ideal, wenn du weniger Produktmenge einsetzen möchtest.

Unsere speziellen Süßstoffe im Überblick

Gelierfix &
Gelierfix 50 % weniger süß – der Gelierzucker-Ersatz für Marmeladen

Süßkraft: 1,1x | weniger süß: 0,6
Zutaten: Erythritol, Zitrusfaser, Geliermittel Pektin, Säuerungsmittel Zitronensäure.
Enthält weniger als 2 % von: Süßstoffe Natriumcyclamat und Natriumsaccharin.
Zutaten: 50 % weniger süß: Erythritol, Zitrusfaser, Geliermittel Pektin, Säuerungsmittel Zitronensäure.

Verwendung

Gelierfix ist ein Gelierzucker-Ersatz zur Herstellung von zuckerreduzierten oder zuckerfreien Marmeladen, Gelees oder Chutneys.

Geschmack

Bei Dosierung nach Anleitung entsteht eine angenehme Süße ohne Beigeschmack.
👉Wichtig zu wissen:
Er eignet sich nicht als normales Süßungsmittel, da das enthaltene Pektin die Masse beim Kochen andicken lässt.
Bei Verwendung von Gelierzucker 50% weniger süß kannst du nach Bedarf mit unserer Low-Carb Süße nachsüßen.

Karamelltraum – der braune Rohrzuckerersatz

Süßkraft:1x
Zutaten: Erythritol, Apfelextrakt (zuckerreduziert), Süßstoffe (Natriumcyclamat und Natriumsaccharin), natürliches Karamellaroma

Verwendung

Karamelltraum ist ein Ersatz für braunen Roh-Rohrzucker und eignet sich besonders für:
• Desserts, Karamellschichten auf Kuchen, mit Obstkuchen, Süße Toppings, Dekoration

Geschmack

In niedriger und mittlerer Dosierung schmeckt er wie Rohrzucker.
In sehr hoher Dosierung kann er leicht kühlend-scharf wirken.
Der Geschmack ist:
Karamellig | malzig | leicht fruchtig
👉 Unser beliebter Allrounder, auch perfekt in Kombination mit Zimt.

Vanilletraum – der Vanillezucker-Ersatz

Süßkraft: 0,7x
Zutaten: Erythritol, echte Bourbon-Vanille

Verwendung

Vanilletraum ist ein Vanillezucker-Ersatz und eignet sich ideal für:
• Bestäuben von Gebäck
• Dekorieren von Desserts
• Aromatisieren von Teigen und Cremes
Für die Aromatisierung kann er 1:1 wie herkömmlicher Bourbon Vanillezucker verwendet werden.

Geschmack

Der Geschmack erinnert an Vanillezucker/Puderzucker mit Vanillegeschmack.
👉Wir empfehlen daher:
• sparsame Dosierung
• zum eigentlichen Süßen eine Kombination mit Low-Carb Süße (Puder oder Kristallin, je nach Einsatzzweck)

Fazit: Süßstoff ist nicht gleich Süßstoff

Die Unterschiede liegen vor allem in:
• Süßkraft
• Dosierung
• Textur
• Einsatzbereich
• Geschmack

Wenn du weißt, welche Eigenschaften dein Rezept braucht, kannst du gezielt auswählen – und erhältst ein Ergebnis, das wirklich überzeugt.
So lässt sich Zucker bewusst reduzieren, ohne auf Geschmack oder Genuss zu verzichten.

Unser Ziel ist es, für jedes Produkt die beste Kombination aus Geschmack, Verträglichkeit und Funktion zu finden.

FAQ – Häufige Fragen zu Süßstoffen

Nein. Künstliche Süßstoffe werden oft pauschal als ungesund dargestellt, dabei unterscheiden sie sich auf molekularer Ebene stark. Für eine seriöse Einschätzung muss jeder Süßstoff einzeln betrachtet werden.
Die von uns verwendeten Natriumcyclamat und Natriumsaccharin gehören zu den ältesten und am besten untersuchten Süßstoffen:
• Saccharin: entdeckt 1878
• Cyclamat: entdeckt 1937

Nach ausführlicher Recherche konnten keine Hinweise auf eine gesundheitsschädigende Wirkung dieser beiden Süßstoffe gefunden werden.
Auch eine Auswirkung auf den Insulinspiegel oder das Auslösen von Heißhunger konnte nicht nachgewiesen werden.

Bei der Entwicklung unserer Produkte gelten drei zentrale Kriterien:
1. Beste Qualität
2. Optimaler Geschmack, angenehme Konsistenz und gute Verträglichkeit
3. Einfache Zubereitung
Zur Qualität gehört für uns auch die gesundheitliche Unbedenklichkeit der verwendeten Rohstoffe. Deshalb verwenden wir keine Zutaten, deren Unbedenklichkeit nicht zweifelsfrei nachgewiesen wurde.
Vor der Entwicklung unserer ersten gesüßten Backmischung haben wir uns intensiv mit verschiedenen Süßungsmitteln beschäftigt. Dazu gehörten zahlreiche Backversuche und eine ausführliche Analyse wissenschaftlicher Studien.
Das Ergebnis:
Eine Kombination aus Natriumcyclamat und Natriumsaccharin bietet
 einen besonders zuckernahen Geschmack
 eine sehr gute Verträglichkeit
 eine hohe Hitzestabilität
Diese Kombination wird übrigens auch in vielen Flüssigsüßen und Süßstofftabletten verwendet.

Die Süßkraft dieser beiden Süßstoffe ist extrem hoch:
• Cyclamat etwa 40-fach süßer als Zucker
• Saccharin etwa 500-fach süßer als Zucker
Eine direkte Dosierung im Haushalt wäre dadurch sehr schwierig.
Viele Hersteller lösen dieses Problem, indem sie Maltodextrin als Trägerstoff verwenden. Maltodextrin verdünnt die Süßstoffe, damit sie leichter dosiert werden können.
Allerdings hat Maltodextrin eine ähnliche Auswirkung auf den Blutzucker wie Haushaltszucker und eignet sich deshalb nicht für eine Low-Carb-Ernährung.

In unserer Low-Carb Süße verwenden wir stattdessen Erythrit als Trägerstoff. Dieses hat:
• 0 Kalorien
• 0 g verwertbare Kohlenhydrate
Dadurch bleibt die Süße blutzuckerfreundlich.
Unsere Low-Carb Süße besitzt die 10-fache Süßkraft von Haushaltszucker.

Erythrit gehört zu den sogenannten Zuckeraustauschstoffen und kommt auch natürlicherweise in Lebensmitteln vor, zum Beispiel in Birnen.
Es hat sehr günstige Nährwerte:
• 0 verwertbare Kohlenhydrate
• 0 Kalorien
Allerdings besitzt Erythrit nur etwa 70 % der Süßkraft von Haushaltszucker. Dadurch muss häufig eine größere Menge verwendet werden.
Bei empfindlichen Personen kann dies zu Darmproblemen führen.
Aus diesem Grund verwenden wir Erythrit hauptsächlich:
• als Trägerstoff in unserer Low-Carb Süße
• oder in kleinen Mengen, zum Beispiel für Dekoration.

Da unsere Low-Carb Süße 10-mal so süß wie Zucker ist, wird insgesamt nur etwa ein Zehntel der Menge benötigt. Dadurch wird sie in der Regel auch von empfindlichen Personen gut vertragen.

Xylit ist grundsätzlich für den Menschen gesundheitlich unbedenklich, hat jedoch einige Nachteile.
Aus unserer Sicht sprechen drei Punkte gegen die Verwendung in unseren Produkten:
1. Niedrige digestive Toleranz
Viele Menschen reagieren besonders am Anfang mit Bauchweh oder Durchfall.
Eine Gewöhnung kann zwar bei einigen Personen mit der Zeit eintreten, funktioniert aber nicht bei allen.
2. Einfluss auf den Stoffwechsel
Xylit wird nicht vollständig insulinunabhängig verstoffwechselt und besitzt außerdem einen Brennwert von etwa 240 kcal pro 100 g.
3. Hohe Toxizität für Hunde
Xylit ist für Hunde hochgiftig. Bereits etwa 3–4 g Xylit pro Kilogramm Körpergewicht können tödlich sein.
Xylit löst bei Hunden einen sehr starken Insulinanstieg aus, der zu einer schweren Unterzuckerung führen kann.

Da viele unserer Kundinnen Hunde besitzen, möchten wir dieses Risiko vermeiden.💚

Der Begriff „natürlich“ kann irreführend sein.
Auch bei Süßungsmitteln wie Stevia oder Luo Han Guo müssen die süß schmeckenden Bestandteile zunächst durch komplexe technische Verfahren aus der Pflanze isoliert werden.
Dabei können je nach Herstellungsprozess Hilfsstoffe, Lösungsmittel oder Katalysatoren eingesetzt werden.
Stevia besitzt außerdem einen lakritzartigen Eigengeschmack, der nicht zu jedem Rezept passt. In Kräutertee kann dieser Geschmack sehr gut funktionieren, in manchen Backwaren jedoch weniger.

 

Du fragst dich, wieso Süßstoffe so einen schlechten Ruf haben? Dann werfe gerne einen Blick in unseren Wissensartikel “Der Mythos vom bösen Süßstoff und was wirklich dahinter steckt”, um die Fakten hinter den Vorurteilen zu entdecken.

Schreibe einen Kommentar