Rezept Schoko-Nuss-Aufstriche in low-carb: Eine Experimentieranleitung

Schoko-Nuss-Aufstrich lowcarb

Leckeren, cremigen Schoko-Nuss-Aufstrich in low-carb? Nichts einfacher als das! Seit kurzem gibt es endlich unser Haselnussmus und Mandelmus im Shop zu kaufen. Für uns bedeutet das, dass wir für Rezepte mit diesen beiden köstlichen Zuaten auch direkt  ein Produkt empfehlen können, von dessen Qualität wir vollends überzeugt sind. Viel zu oft waren wir enttäuscht von ranzigem Haselnussmus oder einem Mandelmus, das irgendwie “muffig” schmeckte. Sicherlich gibt es viele gute Produkte auf dem Markt – aber ein besseres Gefühl ist es dennoch, wenn man genau über die Qualitätsstandards des Herstellers Bescheid weiß und dies dann auch mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

Unser Haselnussmus und Mandelmus stammen beide von Herstellern, die normalerweise große Confiserien und Speiseeishersteller beliefern – entsprechend hoch ist hier der Qualitätsstandard: nicht nur in punkto Feinheit (traumhaft weiches Mus, das samtig vom Löffel tropft) und Geschmack (verdammt lecker!), sondern vor allem auch bei der Auswahl der Rohstoffe sowie deren Überprüfung auf Aflatoxine und sonstige Kontaminationen, die man nicht in seinem Essen haben möchte… Hier ist gerade bei Schalenfrüchten eine gewisse Vorsicht angesagt, was wir durch die Rohstoffbeschaffung für unsere Brotproduktion nur allzu gut wissen.

Aber genug des Vorwortes … Schoko-Nuss-Aufstrich – Jetzt geht’s zur Sache!

Aus einer Handvoll Zutaten lässt sich schnell und einfach ein köstlicher Schoko-Nuss- oder Schoko-Mandel-Aufstrich zaubern. Auch wenn ich euch im folgenden einige Beispiel-Rezepte verrate, möchte ich euch dennoch zum Experimentieren anregen. Jede der folgenden Zutaten bringt eine gewissen Eigenschaft mit, die man gezielt einsetzen kann, um den perfekten Aufstrich zu kreieren.

  • Haselnussmus: Unverzichtbar für Schoko-NUSS-Aufstrich, kann jedoch auch durch Mandelmus ersetzt oder damit kombiniert werden. Das darin enthaltene Haselnussöl besteht hauptsächlich aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ist daher bei Raumtemperatur flüssig. Aufs Brot schmieren kannst du es zwar, es wird nur relativ schnell wieder herunterfließen – oder ins Brot “einsickern”. Haselnussmus muss also mit weiteren Zutaten vermischt werden um zu einer tollen Creme zu werden. Für eine gute Haselnussnote empfehlen wir ein Minimum von 20 % im Aufstrich. Mehr als 60 % sollten es auch nicht sein, damit die Creme nicht zu flüssig ist.
  • Mandelmus: Eine tolle Alternative zu Haselnuss (z.B. für Haselnussallergiker) oder auch eine gute Ergänzung zur Geschmacksabrundung. Mandelmus ist etwas dickflüssiger als Haselnussmus, was an dem höheren Proteingehalt liegt. Du könntest es also auch pur aufs Brot schmieren. Mandelmus kannst du in einem Aufstrich im Prinzip so dosieren wie du lustig bist, es macht die Creme weder zu fest noch zu flüssig und hat darüber hinaus einen sehr milden Geschmack.
  • Kakaomasse: bringt den Schokoladengeschmack mit und gleichzeitig eine gehörige Portion Kakaobutter (genauer gesagt 55 %). Kakaomasse ist nichts anderes als der Rohstoff, aus dem durch Auspressen Kakaobutter und Kakaopulver gewonnen wird. In der Kakaomasse ist also beides enthalten: der Kakaoanteil bringt die Schoko-Note und die Kakaobutter liefert eine “feste Komponenten”, denn Kakaobutter ist bei Raumtemperatur fest. Wenn du also geschmolzene Kakaomasse mit Haselnussmus vermischst und das ganze fest werden lässt, hast du schon einen tollen Aufstrich. Abhängig vom Verhältnis ist der Aufstrich dann bei Raumtemperatur sämig, cremig, streichfest …. oder steinhart. Schon allein wegen der intensiven Kakaonote solltes du die Kakaomasse nicht unbedingt höher als 30 – 40 % dosieren.
  • Kakaobutter: hat von allen hier aufgeführten Fettkomponenten den höchsten Schmelzpunkt, deshalb gilt: je mehr Kakaobutter, desto fester ist dein Aufstrich. Außerdem bringt Kakaobutter einen wundervollen milden schokoladigen Geschmack mit und kann einen Teil der Kakaomasse austauschen, wenn einem der Aufstrich sonst zu bitter (zu “kakaolastig”) wird. Aber: sparsam dosieren, sonst hast du keinen Aufstrich, sondern Schokolade 😉
  • Kokosöl: Kokosöl hat einen niedrigeren Schmelzpunkt als Kakaobutter und kann wunderbar zur Regulierung der Festigkeit genutzt werden. Der Aufstrich hat je nach Dosierung eine merkliche Kokosnote, perfekt für Kokosliebhaber. Durch das tolle Fettsäurespektrum mit MCTs (mittelkettige Triglyceride) hast du hier außerdem einen wunderbaren Keto-Booster.
  • Butter: bringt eine schöne Cremigkeit in deinen Aufstrich und einen tollen Geschmack. Einziger Nachteil: im Vergleich zu Komponenten wie Kakaomasse, Kakaobutter, Kokosöl und die Muse ist Butter weniger lange haltbar, der Aufstrich wird also schneller ranzig. Wenn du aber sowieso nicht vorhast, deinen Aufstrich wochenlang zu lagern, kannst du Butter bedenkenlos verwenden. Der Aufstrich sollte dann aber meistens im Kühlschrank gelagert werden und für eine gute Streichfähigkeit 15-20 min vor dem Verzehr herausgenommen werden.
  • Sahne (flüssig): enthält ca. 60 % Wasser. Warum das wichtig ist? Weil Wasser in Kombination mit Kakaobutter oder Kakaomasse zu einer starken Verdickung führt. Geschmolzene Kakaomasse mit flüssiger Sahne ergibt innerhalb von Sekunden eine tolle, sämige Creme. Abgesehen vom herrlichen Sahnegeschmack und einer allgemeinen Geschmacksabrundung hat Sahne aber auch einen Nachteil: der Aufstrich hält sich nur 2-3 Tage im Kühlschrank. Allerdings ist eine frisch angerührte Nougat-Creme mit flüssiger Sahne auch sofort verzehrfertig und du musst nicht warten bis sie fest wird. Solche Rezepturen eignen sich also für Aufstriche, die schnell fertig sein und schnell wieder verzehrt werden sollen.

Hier haben wir nun zwei sehr unterschiedliche Rezepte für low-carb Nuss-Nougat-Aufstrich:

Schoko-Nuss-Aufstrich Nr. 1 (extra samtig und weich, sahnig-mild)

Diese Rezeptur ergibt einen Aufstrich, der sehr stark an die französische Nutella erinnert. Für alle die das noch nicht wussten: Nutella ist nicht überall in den Welt gleich. je nach regionalen Vorlieben unterscheiden sich die Rezepturen ein bisschen. Die deutsche Nutella ist etwas fester und enthält mehr Kakaoanteil, während die Nutella in Frankreich und Italien z.B. etwas nussiger, süßer und cremiger ist.

Die Kakaomasse im Wasserbad schmelzen. Das Haselnussmus mit der Sahne verrühren und die flüssige Kakaomasse, den Süßstoff und die Vanille untermischen. Die Masse auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Anschließend die weiche Butter sorgfältig einarbeiten bis eine homogene, sämige Creme entstanden ist. Der Aufstrich ist sofort verzehrfertig.

Im Kühlschrank aufbewahrt ist dieser Aufstrich ca. 3 – 4 Tage haltbar. Da er im Kühlschrank ungefähr so fest wird wie gekühlte Butter, solltes du das Gefäß schon ca. 15 min vor dem Verzehr rausholen. Im kalten Zustand genossen schmeckt er wie eine Nougat-Pralinenfüllung… 😉

Nährwerte pro 100 g: 587 kcal, 59 g Fett, 2.8 g Kohlenhydrate, 8 g Eiweiss, 7 g Ballaststoffe.

 

Schoko-Nuss-Aufstrich Nr. 2 (für Kokosliebhaber, full-keto, sehr lange haltbar)

keto nutella low carb
Keto-tauglicher Nuss-Nougat Aufstrich

Diese Rezeptur ist ideal geeignet, wenn du einen Aufstrich vorbereiten und mit in Urlaub nehmen möchtest oder zum Verschenken von hübschen Einmachgläsern: er hält sich nämlich mehrere Wochen, da wir hier komplett auf schneller verderbliche Zutaten wie Sahne und Butter verzichten. Dafür ist es nicht ganz so sahnig-mild wie der Aufstrich Nr. 1 und hat eine unverkennbare Kokosnote. Trotzdem hat dieser Aufstrich eine schöne Sämigkeit durch ordentlich Mandelmus und ist in jedem Fall ein Genuss für jeden Chocaholic.

Kokosöl, Kakaobutter und Kakaomasse schmelzen, mit Haselnuss- und Mandelmuss mischen, mit Süßstoff und Vanille abschmecken und warm in ein Aufbewahrungsglas gießen. Nach ca. 2 Stunden im Kühlschrank ist die Masse fest. Zur längeren Lagerung im Kühlschrank stehen lassen. Ansonsten kannst du das angebrochene Glas bei Raumtemperatur stehen lassen und hast jederzeit streichzarten Aufstrich. Die Festigkeit kannst du durch Variation der Kokosöl- und Kakaobuttermenge regulieren.

Nährwerte pro 100 g: 706 kcal, 70 g Fett, 3 g Kohlenhydrate, 12 g Eiweiss, 10 g Ballaststoffe.

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